Du dokumentierst.
Du erklärst.
Du versuchst zu beweisen, was hier gerade passiert.
Du hast Nachrichten. E-Mails. Screenshots. Gesprächsnotizen.
Du weißt längst, dass das, was er nach außen erzählt, nicht dem entspricht, was tatsächlich abläuft.
Und trotzdem sitzt du irgendwann da und fragst dich:
„Wie soll ich das alles noch beweisen? Vielleicht liegt es ja doch an mir?“
Du hast Angst vor dem nächsten Gespräch mit dem Jugendamt.
Vor dem nächsten Schreiben.
Vor dem nächsten Termin.
Vor der nächsten Behauptung, auf die du irgendwie reagieren musst - wegen der gemeinsamen Kinder.
Und gleichzeitig hast du das Gefühl, dass du ständig einen Schritt hinterherläufst.
Während er seine Geschichte erzählt, versuchst du noch, die letzte Situation zu erklären.
Während er sich darstellt, sammelst du noch Belege.
Während du versuchst, alles richtig zu machen, fragst du dich:
„Warum sieht das eigentlich niemand?“
Was du erlebst, besteht nicht aus einer einzelnen Nachricht, einem 08/15 Streit unter Trennungspaaren oder einem einzelnen Vorfall.
Es sind Muster und Manipulationen.
Und genau diese Muster und Manipulationen machen die Situation so schwer greifbar für Außenstehende.
Du siehst sie.
Du erlebst sie.
Du weißt, was dahintersteckt.
Ich kenne diese Muster und Manipulationen. Ich weiß, wie sich das für dich anfühlt. Und ich glaube dir.
Aber: Du weißt noch nicht, wie du damit in einem familiengerichtlichen Verfahren oder im Elternalltag umgehen sollst.
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